Ein Hospiz am Wasser, mit Türen, die offen bleiben.
Fridolins Regenbogenhof ist ein stationäres Kinder- und Jugendhospiz für Familien aus Brandenburg, Berlin und darüber hinaus. Wir nehmen schwer erkrankte Kinder und Jugendliche bei uns auf, geben Eltern eine Auszeit zum Durchatmen und sind da, wenn niemand mehr weiß, wie es weitergehen soll.
Worum es auf dieser Seite geht
Alle Themen rund um unser stationäres Hospiz, in der Reihenfolge, in der Familien sie meistens brauchen. Springen Sie direkt zu dem Abschnitt, der gerade zählt.
Stationäres Hospiz
Bei uns wohnen Familien für eine begrenzte Zeit. Das erkrankte Kind, Geschwister, Eltern. Manche kommen für eine Entlastungswoche zwischen zwei anstrengenden Therapien. Manche kommen, weil eine Krise alles auf den Kopf gestellt hat. Manche bleiben bis zum Schluss.
Was bei uns möglich ist: zur Ruhe kommen, gemeinsam kochen, im Garten sitzen, das Kind in vertraute Hände geben und selbst ein paar Stunden schlafen. Pflegerisch versorgt rund um die Uhr. Persönlich begleitet von Menschen, die wissen, wovon Sie sprechen.
Auf einen Blick
- Wer kommen kann: Kinder und Jugendliche von 0 bis 27 Jahren mit einer lebensverkürzenden Erkrankung, gemeinsam mit ihrer Familie. In Ausnahmefällen auch darüber.
- Aufenthaltsdauer: bis zu 28 Tage pro Jahr Entlastungspflege. In Krisen und in der letzten Lebensphase auch länger.
- Lage: direkt am Beetzsee, eingebettet in die Natur des Havellands.
- Größe: bis zu 8 Familien gleichzeitig, mit einem Betreuungsschlüssel von 1:2 bis 1:3.
- Versorgung: Medizin, Kinder- und Jugendkrankenpflege, Erwachsenenpflege, Heilerziehungspflege, Physiotherapie, Sozialarbeit, Seelsorge, Trauerbegleitung, pädagogisches Team, Hauswirtschaft und Ehrenamt.
- Auch intensiv: Kinder mit Beatmung und intensivpflegerischem Bedarf, mit SAPV-Anbindung. Kooperation mit der Kinderklinik des Universitätsklinikums Brandenburg, rund 6 km entfernt.
So läuft eine Aufnahme ab
Der Weg ins Hospiz beginnt mit einem Telefonat. Sie müssen nichts vorbereiten und nichts beweisen. Wir hören erstmal zu.
- Erster Kontakt. Sie rufen unsere Hospizleitung Frau Carben an (033836-2027-260) oder schreiben an carben@fridolins-regenbogenhof.de. Sie meldet sich innerhalb von einem Werktag zurück.
- Erstgespräch. Wir lernen uns kennen, telefonisch oder vor Ort. Sie erzählen, was gerade ist. Wir erklären, was wir bieten können.
- Antrag. Gemeinsam füllen wir den Aufnahmeantrag aus. Den medizinischen Teil holen wir bei den behandelnden Ärzt:innen, dem SPZ oder der Kinderklinik ein. Die Kostenübernahme bei der Krankenkasse klären wir für Sie.
- Termin. Wir reservieren ein Zimmer. Standardaufenthalte planen wir mit ein paar Wochen Vorlauf. Bei Krisenaufnahmen geht es schnell, über 033836-2027-268.
- Anreise. Sie kommen mit dem, was Sie brauchen: Lieblingsspielzeug, Medikamente, die ganze Familie. Den Rest besprechen wir vor Ort.
Wenn etwas dringend ist, sagen Sie das einfach am Telefon. Wir finden dann gemeinsam einen Weg.
Räume und Hof
Hell, ruhig, nicht klinisch. Familien wohnen in Elternzimmern im Haupthaus direkt neben den Gästezimmern, in Familienzimmern oder in Apartments im Elternhaus.
Für die Kinder und Jugendlichen gibt es ein Geschwisternest für die Kleineren (5 bis 10 Jahre), eine Jugend-Lounge mit Zockerzone und Kickertisch, einen stillen Snoezel-Raum, Therapie- und Behandlungsräume sowie einen Bewegungsraum.
Draußen: Spielplätze, mehrere Terrassen, ein Barfußpfad, Wege bis ans Wasser und eine Ponykoppel. Am Hof leben ein Pony, ein Hund und eine Katze. Der Storchenradweg verläuft direkt vor der Tür.
Barrierefrei zugänglich, mit Pflegebetten, Lift und behindertengerechten Bädern.
Therapie- und Begleitangebote
Bei uns muss niemand etwas leisten. Therapie heißt für uns: ein Angebot machen, das Spaß macht oder gut tut. Wer mag, nimmt es an. Wer nicht, lässt es. Wir bleiben trotzdem da.
Musiktherapie
Mit Klang, Stimme und Instrument. Manchmal laut, manchmal nur ein leises Mitsummen am Bett.
Kunsttherapie
Farben, Materialien, ein Bild für die Familie. Auch Geschwister kommen hier oft an.
Tiergestützte Begleitung
Pony, Hund und Katze am Hof, je nach Wunsch und Tagesform.
Snoezelen und Sinnesraum
Ein Raum mit Licht, Klang und sanftem Material. Für Kinder, die viel Reizüberflutung erleben.
Seelsorge
Konfessionell offen. Für Familien, die das Gespräch suchen, und für solche, die nur jemanden im Raum brauchen.
Psychosoziale Beratung
Sozialarbeit, Sozialdienst, Gespräche zur Antragsstellung. Damit der Papierkram nicht auch noch eine Last wird.
Geschwisterkinder
Geschwister von schwer erkrankten Kindern sind oft die, die am wenigsten gesehen werden. Bei uns nicht. Wir richten uns nach ihnen, wenn die Familie zu uns kommt: eigene Zeiten, eigene Räume, eigene Ansprechpersonen.
Was wir Geschwistern bieten
- Eigene Schlafplätze im Hospiz, wenn die Familie übernachtet, dazu ein Geschwisternest und eine Jugend-Lounge.
- Geschwistertage am Wochenende mit Aktivitäten, Spielen und Zeit ohne Krankheit als Hauptthema.
- Lernbegleitung für schulpflichtige Geschwister in Deutsch, Mathe und Englisch, mit Kontakt zur Heimatschule.
- Begleitung beim Abschied, wenn ein Geschwisterkind stirbt.
- Trauerangebote, auch Monate und Jahre später.
Trauerbegleitung
Auch wenn ein Kind nicht mehr da ist, ist die Familie weiter unsere Familie. Trauer hat keine festen Fristen. Manche melden sich nach einer Woche wieder, andere nach einem Jahr. Beides ist in Ordnung.
Wir bieten Einzelgespräche, Familiengespräche und Erinnerungstage am Hof. Für Eltern, für Geschwister, für Großeltern. Auch für Familien, die ihr Kind nicht bei uns verloren haben, sondern anderswo, und einfach einen Ort suchen, an dem über das Kind gesprochen werden darf.
Sie müssen sich nicht erklären. Sie rufen an, und wir machen einen Termin.
Kosten und Finanzierung
Für die allermeisten Familien ist der Aufenthalt im Hospiz kostenfrei. Was die Krankenkassen tragen, decken sie ab. Was sie nicht tragen, trägt unser Förderverein. Damit niemand zwischen Geld und Begleitung wählen muss.
Was die Kasse trägt
Etwa 95 Prozent der pflegerischen Kosten eines Hospizaufenthalts. Antrag läuft über die Kasse des erkrankten Kindes.
Was der Förderverein trägt
Die verbleibenden 5 Prozent. Außerdem Unterkunft und Verpflegung für Eltern und Geschwister, Therapie- und Begleitangebote, Trauerarbeit.
Was Sie selbst tragen
In den meisten Fällen nichts. Wenn es eine Härtefallregelung braucht, finden wir gemeinsam einen Weg.
Ein Beispiel: ein Hospizaufenthalt für ein Kind mit Eltern und einem Geschwisterkind über zehn Tage kostet uns rund (TODO: konkreter Betrag). Die Kasse trägt etwa (TODO), der Förderverein trägt (TODO). Für Sie als Familie: nichts.
Häufige Fragen, kurz beantwortet
Ab welcher Diagnose kommt mein Kind ins Hospiz?
Sobald die behandelnden Ärzt:innen eine lebensverkürzende Erkrankung bescheinigen. Es muss nicht akut werden, damit Sie sich melden. Im Gegenteil: lieber früh.
Wie lange darf mein Kind bleiben?
Bis zu 28 Tage pro Jahr im Standardfall. In Krisen und in der Sterbephase auch länger.
Kann ich als Elternteil mitbleiben?
Ja. Wir haben Eltern- und Familienzimmer. Geschwister sind ausdrücklich willkommen.
Wer ist mein Ansprechpartner für die Aufnahme?
Unsere Hospizleitung Frau Carben, 033836-2027-260. Erreichbar telefonisch und per E-Mail, Antwort spätestens am nächsten Werktag.
Was passiert, wenn mein Kind während des Aufenthalts stirbt?
Wir bleiben da. Sie haben Zeit für den Abschied, so viel Sie brauchen. Bestattung, Behördengänge und Trauerbegleitung organisieren wir gemeinsam.
Was kostet uns das?
Für die meisten Familien nichts. Details siehe Abschnitt Kosten oben.
Damit niemand zwischen Geld und Begleitung wählen muss.
Den Teil, den die Kassen nicht tragen, trägt der Förderverein. Den Förderverein tragen Menschen wie Sie.
